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Unsere Hochzeitsreise nach Spanien - Barcelona (09.08.2004-16.08.2004)
06. August 2004
Flitterwochen in Spanien
09. August 2004 - 16. August 2004
Die Hochzeit hatten wir beide noch in den Knochen, bei mir insbesondere die Knochen in der Fußregion. Soviel Stress vorher gewesen, mit der Organisation, mit dem Ablauf. Und auch die Hochzeit selbst war sehr anstrengend, dazu trugen Temperaturen um 30 °C sehr stark bei. Aber jetzt lag der Urlaub vor uns: 8 Tage Spanien. Die Müdigkeit hemmte unsere Freude jedoch erheblich, denn bereits um 2 Uhr nachts waren wir am Flughafen. Vorher geschlafen? Fehlanzeige. Und so zog sich die Zeit bis zum einchecken bis ins scheinbar unendliche… Umso mehr freuten wir uns, als wir endlich im Flieger saßen, und dieser dann endlich in die Sonne startete. Die Sonne ging übrigens auf, als wir hoch über den Wolken unser „5*****“-Flugzeug-Frühstück genossen. Ein pappiges Brötchen, dazu Marmelade und Kaffee. Nach circa 2 Stunden Flug landeten wir in Barcelona. Dort fuhren wir dann mit dem blauen Aerobus, welche regelmäßig vom Flughafen in die Stadt fahren, zum zuvor vereinbarten Treffpunkt. Nachdem wir uns dann mit unserem Ferienwohnungsvermieter trafen zwecks Schlüsselübergabe legten wir uns erst einmal bis mittags ins Bettchen. Und nach ein paar Stunden Schlaf begonnen dann auch für uns ganz offiziell unsere Flitterwochen. Wir wohnten in der Ferienwohnung von Oliver Strunk. Dies schreibe ich ausnahmsweise, weil ich diese Wohnung empfehlen kann. Mitten in Barcelona, in direkter Nähe zu einer U-Bahn-Station und dennoch eine relativ ruhige Lage. Die Wohnung ist super sauber gewesen, es fehlte uns an nichts. Kochnische, Kaffeemaschine, Cappuccinoautomat, Waschmaschine, Bügeleisen, Föhn. Und das Beste: Eine Klimaanlage. Steuerbar mit Fernbedienung. Und auch auf das heimische Fernsehprogramm mussten wir nicht verzichten.
Allgemein zu Barcelona Barcelona ist nach Madrid die zweitgrößte Stadt Spaniens. Sie grenzt an das Mittelmeer. Barcelona ist die Hauptstadt der Comunitat Autonoma de Catalunya. Daher wird dort auch katalanisch gesprochen. Vergleichbar mit Plattdeutsch zu hochdeutsch. Auf Hinweisschildern findet man Hinweise immer in 3 Sprachen: Katalanisch, Spanisch und Englisch. 1888 fand in Barcelona die Weltausstellung statt. 1992 war die Stadt Austragungsort der olympischen Sommer- Spiele. Das Stadion, das olympische Dorf etc. sind heute noch zu sehen. Zu besichtigen nur eingeschränkt, leider. Vom Hafen kann man per Schiff rüber zu den Balearen fahren, allerdings kostete jetzt in der Hauptsaison die Fahrt nach Mallorca 300 Euro. Das hätte unsere Urlaubskasse empfindlich strapaziert, also ließen wir das dann.
Am 1. Tag kauften wir uns für die U-Bahn ein 10-Ticket für 6 Euro. Damit konnten wir dann mit jeder U-Bahn überall hinfahren, und auch sooft umsteigen, wie wir wollten. Nur nachts fuhren sie leider nicht mehr... An vielen Ecken gibt’s kleine Lebensmittelmärkte. Diese haben nicht selten bis 23 Uhr auf, auch Sonntags. Die Preise sind günstiger als hier in Deutschland. Als wir jetzt in Barcelona waren, war es selten unter 35 °C. Umso schlimmer empfand ich dann, dass die U-Bahnen und Geschäfte sehr stark klimatisiert sind. Vor allem, wenn man geschwitzt hat und dann in die kalte U-Bahn steigt, ist eine Erkältung vorprogrammiert. Auch Alex und ich blieben nicht verschont, Halsschmerzen, Schnupfen und Husten, zum Glück fing das erst am letzten Urlaubstag an.
Zu unserem Urlaub Morgens haben wir immer lange geschlafen. Nach einem leckeren Frühstück planten wir den Tag. Mit der U-Bahn fuhren wir dann zu den Plätzen, oder zum Strand, je nach Lust und Laune. Trotz den guten U-Bahn-Netzes liefen wir jeden Tag im Durchschnitt 8 - 10 Kilometer. Also, Blasenpflaster vorsichtshalber einpacken. Und bequeme Schuhe! Obwohl ich mehrere Schuhe dabei hatte, trug ich jeden Tag meine Sandalen. Jetzt habe ich gestreifte Füße (teilweise gebräunt, teilweise nicht), dafür keine Blasen. Alle paarhundert Meter gibt’s kleine Stände, bei denen man Eis und kalte Getränke kaufen kann. Mein absoluter Eis-Favorit ist von Nestle Schokoklack. Unserem jetzt in Deutschland aus dem Handel genommenen Nogger Chock sehr ähnlich, super lecker, und so zartschmelzende Schokolade habe ich selten gegessen. Was gönnt man sich nicht alles im Urlaub… Aber Preise vergleichen lohnt sich. Nicht nur an diesen Ständen. So hatten wir nach einem ausgiebigen Bummel über die Einkaufstrasse Ramblas doch ziemlichen Durst. Also gingen wir in die nächste Imbissbude, dort wollten sie für eine DOSE Cola schlappe 2,50 Euro (!!!) haben!!! Ein Häuschen weiter gab’s eine Art Bäckerei. Dort lag der Preis für eine Dose Cola bei 1 Euro. Da schmeckt sie doch gleich viel besser. Und wo wir schon in den Bereich der Gastronomie sind: Wir sind nicht schlecht damit gefahren, immer Restaurants in Nebengassen zu suchen. Im Schnitt zahlten wir für 2 Personen für ein Abendessen im direkten Touristenzentren 35 Euro, in Nebengassen nur 25 Euro. Es lohnt sich also. In einem Restaurant direkt an der Sagrada Familia bekamen wir vor dem Essen Brötchen. Bekommt man ja hierzulande auch in vielen Restaurants, also haben wir uns dabei nichts gedacht. Aber als hinterher die Rechnung, wird übrigens überall auf einem kleinen Tablett serviert, kam, sahen wir es dann – diese Brötchen mussten wir bezahlen. 2 Euro…
Geduld sollte man in Restaurants mitbringen. Scheinbar chronisch mit Kellnern unterbesetzt dauerte es im Schnitt, bis wir überhaupt Getränke bestellen konnten, 25 Minuten… Manchmal nur 10 Minuten, der Rekord in einem Restaurant direkt am Place Reial - 45 Minuten (!!!) Wartezeit…
Wer wirklich plant, nach Barcelona zu fahren, sollte das Geld in einem Reiseführer investieren. Bilder gibt’s zwar im folgenden hier zur Genüge, aber die ganzen Routen, um wirklich alles zu sehen, stehen in einem Reiseführer wesentlich besser beschrieben als ich es hier kann. Das würde diese Unterseite sprengen. Und das andere Urlaubsgeld sicher unter der Kleidung aufbewahren, bewährt hat sich ein Umhängeportemonnaie, welches zusätzlich mit einer Sicherheitsnadel an der Hose befestigt wurde. Wie leicht kann man den Umhängefaden durchschneiden. Das Portemonnaie fällt auf den Boden. Im Menschengewühl merkt man es nicht – und die Diebe haben leichtes Spiel.
Und eines noch: Strassenmusikanten - überall zu finden. Gibt man jedem etwas mehr Geld, ist man am Ende des Urlaubs pleite. An jeder Ecke, in U-Bahn-Stationen, in Parks, am Strand, an Restaurants mit Tischen draussen - überall spielen sie. Manche sehr schön, bei manchen aber zieht sich der Gehörgang zusammen... Sie spielen ihre Musik, manchmal nur ein Lied, und entweder haben sie vor sich ein Hütchen; oder sie gehen hinterher mit Hütchen rum. Wir haben es so gemacht: Musiker wurden nach "Leistung honoriert", hat uns jemand mit schiefen Tönen gequält, bekam er allenfalls und wenn überhaupt ein paar Cents, spielten die Musiker schöne Musik und machte es uns Freude, ihnen zuzuhören, gabs auch schon mal etwas mehr. Und da ich seit 18 Jahren Musik mache, und etwas Gehör dafür habe, bekamen verhältnismäßig wenige etwas mehr Geld ;-) Nein, sie spielen im groben und ganzen wirklich ganz gut, aber ich mag es nicht, wenn Leute aufdringlich sind oder wenn jemand dermaßen schief spielt, daß sogar Alex verwundert die Stirn runzelt ;-) Zu den Fotos muss ich etwas sagen: Zum einen haben wir mit einer Kleinbildkamera UND einer Digitalkamera Bilder gemacht. Von der Digi-Cam sind sehr viele Bilder unscharf, diese habe ich versucht, per PC zu schärfen, was mir mal mehr, mal weniger gut gelungen ist. Also - bei der Qualität bitte ein Auge zudrücken, ich habe die besten rausgesucht
**********Meine vier Lieblingsfotos **********
Platz 1: Abendstimmung in Spanien; abends fanden wir es dort immer am schönsten
Platz 2: Die Zeit mit Alex war so schön
Platz 3: Farbenfroh
Platz 4: Mein Lieblingsplatz in Barcelona
***** P h o t o s *****
Der Hinflug - in den Sonnenaufgang
Am ersten Tag sind wir zum Hafen gelaufen, und haben uns ein wenig umgesehen.
Olympiahafen
Barcelona und Antoni Gaudi - das gehört zusammen. Zur Person: Name: Antoni Gaudi (A.Gaudi y Cornet) Geburtstag: 25. Juni 1852 in Reus Gestorben: 10. Juni 1926 in Barcelona; von Strassenbahn überfahren Beruf: Architekt Zu seinen Bauwerken: Eigenwillige Bauten; teils wirken sie sehr organisch, 1883 begann er sein bis heute nicht vollendetes Werk: Die Kirche "Sagrada Familia"
Zwei seiner Werke:
Park Guell (Postkartenfoto)
Der Park Guell ist auch von Gaudi, sollte einst eine Wohnsiedlung werden mit großer überdachter Markthalle. Jetzt ist es ein wunderschöner Park mit herrlicher Aussicht und vielen schönen (schattigen) Plätzen. Es kostet keinen Eintritt. Das Wohnhaus von Gaudi ist dort übrigens auch zu besichtigen. Ein Kiosk bietet Eis und kalte Getränke, allerdings zu Wucherpreisen!!!, die Toiletten sind meist überfüllt (Damen zumindest), außerdem dreckig. Ich hatte immer feuchte Tücher von Sagrotan mit; damit habe ich vorher schnell desinfiziert. Der Aufstieg zum Park ist mühsam, aber es gibt auch mehrere Rolltreppen
Gaudis Wohnhaus ist auch von innen zu besichtigen -> Eintritt
Was hat Gaudi für seine vielen, wunderschönen und farbenprächtigen Mosaiken genommen? Kaputte Fliesen, zerbrochene Teller, alte Porzellanpuppen,...
Natürlich wollte sich Alex nicht fürs Foto umdrehen...
Die berühmteste Eidechse Barcelonas - Nachbildungen für teuer Geld in jedem Souvenirramschladen zu kaufen
Arc de Triumph Was soll man dazu großartig schreiben - ist ein schönes Plätzchen, und von dort kann man schön in den Park de Ciutadella laufen.
Wo wir schon bei schönen Plätzen sind: Auch ein super schöner Platz, ein Abzweig von der Rambla ist der "Place Reial" Die Bilder von dort waren unkorrigierbar verschwommen...
Gaudis Unvollendete - Die Sagrada Familia - Die ewige Baustelle Wunderschöne Kirche, wenn auch von Innen Dauerbaustelle. Wir haben uns das ausgerechnet - zu unserer Silberhochzeit wird sie fertig sein - dann fahren wir wieder hin ;-) Aber auf die Türme kann man laufen oder fahren; ist aber nichts für Leute mit Platzangst!!!
Aber nicht nur die Fassaden, auch die Pflasterung der Bürgersteige sollte nicht unbeachtet bleiben
Das Gotische Viertel, wir waren abends dort, es wurde dann zu dunkel zum knipsen. Aber die Wirkung dort in der Abenddämmerung war super, kann ich nur empfehlen
Der spanische Platz mit seinen Türmen
Der spanische Platz - von dort fährt der blaue Aerobus übrigens wieder zurück zum Flughafen. Im Hintergrund die Arena, zur Zeit auch Baustelle. Und wenn ich da oben jetzt so weiterlaufe, komme ich zum Kunstmuseum; sieht aus wie ein Schloss
Und der Blick vom selbigen zurück zum spanischen Platz Im Vordergrund ist der Brunnen zu sehen, tagsüber ausgestellt, aber im Sommer um 20 Uhr fängt er an zu sprudeln, dann beginnt eine Wassershow, diese wird mit Eintritt der Dunkelheit immer farbenfroher und wenn es ganz dunkel ist, startet die richtige Show - MAGIC FONTAINE , mit Wassershow in den verschiedensten Farben und dazu Musik. Wahnsinn, wirklich. Wir waren zweimal dort, weils einfach so schön war.
... war aber auch nass, wenn man zu nahe dran ging ;-)
Der Montjuic Der Berg Montjuic - wir sind beim ersten mal per Seilbahn vom Hafen zum Berg gefahren. Das ist nichts für Leute mit Höhenangst! Ausblick auf den Hafen
Die grüne Strasse ist die Einkaufsstrasse (Ramblas). Die Säule dort ist die Kolumbus-Säule. Man kann mit Aufzug in die Spitze fahren und von dort einen herrlichen Rundum-Blick über Barcelona genießen. Das war super.
Weitere Seilbahnen brachten uns dann nach ganz oben, zum Schloss.
Das einzige mal, das Alex sich freiwillig fotografieren ließ ;-) ,
Anschließend verbrachte er zwei schöne Stunden im dortigen Militärmuseum, während ich die Aussicht und die Sonne genoss, mir Postkarten kaufte und selbige dann auch schrieb und eine kalte und wieder einmal völlig überteuerte aber unrellevant weil 30 °C -Cola genoss Ausblick aufs Meer ... und über die Stadt... ... oder beides zusammen ;-)
Der Weg zurück; wir wählten den Fußweg; das bereuten wir nicht, denn der führte uns zu dem (für mich) schönsten Platz in ganz Barcelona;
Ein Park am Berghang mit Wasserspielen, Palmenpark, kleinen Wasserfällen und einer superschönen Aussicht.
Der Weg zum Olympiastadion
Am Olympiastadion selbst konnte man nix besonderes sehen, es war heiß, gab kaum Schatten und überhaupt fand ich das einzig halbwegs interessante dort in der Ecke den großen Friedhof.
Denn es ist immer wieder interessant zu sehen, wie die Menschen in anderen Ländern beerdigt werden, wobei man hier kaum von "beerdigen" sprechen kann, denn der Friedhof besteht aus vielen Mauern, in denen die Särge hineingeschoben werden, ca. 6 Stück übereinander, immer 1 Sarg für 1 Raum. Davor ist dann die Grabplatte - und etwa so groß wie eine Fensterbank - Platz für Blumen, Fotos etc. für die Verstorbenen. Fotografieren ist dort verboten!
Natürlich hat Barcelona auch Strände!!!
Die Strandpromenade, im Hintergrund der "goldene Fisch"
Ein Tag am Strand!!! Barcelona hat viele schöne Strände, unser Favorit ist der Strand neben dem Olympiahafen. Ganz feiner Sand, flach abfallend ins Meer. Alex paddelte hinaus aufs Meer. Weit hinaus. Und ließ sich von den Wellen einfach treiben ... und war völlig überrascht, als ihn eine große Welle plötzlich an den Strand trieb und somit direkt vor meine Füße :-)
Der Tag am Strand war super. Relaxen, zwischendurch ins Meer, erfrischen. Im Strandrestaurant eine Kleinigkeit gegessen und dann wieder die Sonne und das Meeresrauschen genossen. Die Luftmatratze haben wir uns dort in einem dieser Billigläden gekauft - 3,95 Euro
Sonstiges: Die Ramblas - Einkaufsstrasse. Absolut empfehlenswert. Und dort haben Alex und ich uns zeichnen lassen. Gut getroffen wurden wir nicht, aber ich glaube, das kann man von keinem der zig Strassenmaler verlangen ;-)
Unser letzter Urlaubstag Noch einmal zum Strand
Noch einmal, wenigstens mit den Füßen im Mittelmeer baden, den Sand zwischen den Zehen fühlen, die Wellen um die Beine plätschern lassen, die Sonne genießen. Noch einmal dem Meeresrauschen lauschen. Und abends dann heiß es "Tschüß Barcelona" , oder besser gesagt "Auf Wiedersehen!" Denn Alex und ich sind uns einig - wir fliegen in einigen Jahren nochmal dorthin. Diese Stadt ist der absolute Wahnsinn, tagsüber - und nachts auch. Da wird die Nacht zum Tag gemacht. Barcelona lohnt sich wirklich, ich war positiv überrascht. *************************************** |
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