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Italien
Lago Di Garda
15.06.2008 - 20.06.2008
Im Juni 2008 bin ich zusammen mit Nina für 5 Tage nach Italien geflogen (Alex konnte leider nicht mit)
Am wunderschönen Lago Di Garda haben meine Eltern mit noch 2 Freunden ein Apartment in der 4****-Anlage La-Forca in Tignale gebucht, und dort war noch ein Bett frei :-)
Infos zum Gardasee: Er ist der größte See in Italien. Höhe über Meeresspiegel - 65 m s.l.m. Fläche 369,98 km Seelänge 51,6 km Seebreite 17,2 km Umfang 158,4 km Maximale Tiefe 346 m Mittlere Tiefe 136 m
Der obere schmale Teil vom See ist umgeben von hohen Bergen, während der untere Teil schon in der Ebene liegt.
Die Anreise
Die Anreise ist schon ein Kapitel für sich, denn auf dieser fuhren wir mit Auto, Flugzeug, Zug, Bus, Schiff und wieder Auto.
Der Morgen des 15.06. begann früh, um 5:30 Uhr klingelte mein 1. Wecker. Alex brachte uns schon früh zum Flughafen. Viel zu früh eigentlich, aber ich wollte diesen Tag in Ruhe beginnen. Dort checkte ich gegen 08:30 Uhr mit Nina ein und dann warteten wir auf das Boarding. Während dessen guckte sich Nina die startenden und landenden Flugzeuge an oder spielte mit den anderen wartenden Kindern im Bälle-Pool.
Während der ganzen Zeit hatte ich übrigens auch noch den Buggy, das fand ich praktisch, weil Nina zwischendurch auch noch kurz geschlafen hat. Und auch in der Warteschlange beim Boarding war es gut, das Nina festgeschnallt im Buggy saß. Erst direkt vorm einsteigen ins Flugzeug gab ich beim Bordpersonal denBuggy ab. Als wir unseren Platz gefunden haben, gings mir erst mal ziemlich schlecht, denn ich hatte Bedenken, wie Nina den Druckausgleich schafft und wie ich sie bei Start und Landung ruhig auf meinem Schoß halten sollte. Sie machte schon jetzt Theater, wo wir noch nicht einmal auf der Startbahn waren ..... und mein Magen verknotete sich ..... Dann gings los, die Maschine rollte auf die Startbahn und beschleunigte und dann ging es auch schon hoch Während des Steigens gab ich Nina immer wieder Wasser und Gummibärchen, damit sie kauen musste und viel schluckte. Und das hat geholfen, sie schrie nicht und schaute aufgeregt aus dem Fenster. Als wir unsere Reisehöhe erreicht hatten, konnte ich entspannen. Nina war von dem ganzen Stress müde und schlief erst einmal
Und ich genoss die schöne Aussicht, auch wenn eigentlich nicht viel zu sehen war
Nach ca 1/2 Stunde wachte Nina auf und fasste sich immer wieder an die Ohren, ohne dabei zu weinen. Ich gab ihr wieder etwas zu trinken und Zwieback und dann bekam sie ihr Lieblingsbuch.... ... und die Zeit bis zur Landung verging schnell und ohne Probleme.
Als der Landeanflug begann, musste Nina wieder auf meinen Schoß. Sie bekam dann wieder Gummibärchen zum kauen und Wasser zum Schlucken und so klappte die Landung ohne das sie geweint hat.
Der Flughafen "Marco Polo" in Venedig liegt direkt am Wasser
Man konnte auch die eigentliche Stadt Venedig erkennen.
Nach dem Aussteigen bekam ich direkt meinen Buggy wieder, packte Nina in den selbigen und machte mich auf dem Weg zum Busbahnhof.
Die Tickets für den Bus musste ich schon im Flughafengebäude lösen - das habe ich nur durch Zufall gesehen. Eine Fahrt zum Bahnhof "Mestre" kostete knapp 4 €.
Die Busse fahren halbstündlich und so brauchten wir zum Glück nicht lange warten.
Nach einer knapp 30minütigen Busfahrt kamen wir am Bahnhof "Mestre" an Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Mestre Dort musste ich mich erst einmal orientieren, es ging laut und hektisch zu. Irgendwann entdeckte ich dann endlich den Ticketschalter - und sah dann auch die geschätzten 40 Leute vor mir..... Wenn ich die alle abgewartet hätte, wäre mein Zug weggewesen.....
Also ging ich zu einem der Automaten - und freute mich, denn man konnte hier auch als Sprache "Deutsch" auswählen. Nach 2 Klicks allerdings sprang es wieder auf italienisch um und ich stand da etwas planlos. Trotzdem schaffte ich es, mein Ticket zu lösen und dann hieß es spurten, denn der Zug fuhr schon 20 Minuten später ab. Nur waren zwischen Nina und mir und unserem Gleis 2 lange, steile Treppen und kein Aufzug in Sicht. Also ging ich zum Infobüro, schilderte mein Problem und dann half mir einer der Mitarbeiter und trug den Buggy bis zu dem Gleis, von wo mein Zug fuhr. Der Zug war pünktlich und ich fand schnell meinen reservierten Platz.
Die Zugfahrt dauerte knapp 2 Std und ich vermisste irgendwo eine Anzeige, in welcherm Ort wir grad halten, also hieß es für mich bei jedem Halt das Infoschild mit Ortsnamen zu suchen.
Relativ pünktlich kamen wir dann gegen 16 Uhr in Desenzano - dieser Ort liegt ganz im Süden von dem See - an. Von hier sollte es per Schiff weitergehen. Am Bahnhof suchte ich - vergebens - nach einem Infostand, wo denn der Hafen ist.
Da ich aber noch 1 Std Zeit hatte, ging ich einfach nach Gefühl - immer Richtung See.
Nach ca 1 km kam ich dort auch an und fand auch dann sehr schnell "mein" Schiff.
Nina war inzwischen etwas knötterig geworden und ich beschloß, die Wartezeit sinnvoll zu nutzen und besorgte für Nina und mich eine kleine Pizza - endlich etwas warmes im Magen, das tat gut! Wir aßen sie am Hafen, dort gabs viele Bänke und man konnte den Blick über den See genießen. In der Ferne sah ich die Berge und dachte, dass irgendwo dort jetzt meine Eltern sind, denn die Anlage ist in 750 m Höhe!!!
10 Minuten bevor das Schiff ablegte, öffnete der Ticketschalter. Dort kaufte ich dann das Ticket und wir gingen an Bord. Unsere Route habe ich aufgemalt Desenzano - Sirmione - Bardolino - Garda - Salo - Gardone - Maderno und schließlich Gargnano
Nach knapp 2 Std legten wir in Gargnano an, dort wurde ich abgeholt und es ging 1/2 Std mit dem Auto in unsere Anlage - es ging immer weiter nach oben, die Strassen waren teilweise wirklich sehr steil, für ungeübte Autofahrer ist das nichts!
Gegen 19:30 Uhr kamen wir dann endlich an
Abends waren wir im Ort in dem Restaurant "Apollo XI" essen - absolut zu empfehlen!!!!!!!!!!
Unser Urlaub
Der Ort, auf dem wir schauen, ist der Hauptort von Tignale
Die Strasse nach Tignale
Am 1. Tag schaute ich mir nachmittags den Ort an, das bereute ich aber bald, denn die vom Hotel angegebenen 10 Minuten Fußweg zählen wohl nur für trainierte Wanderer; die Strasse war zwischendurch steil (ca 18 % Steigung!!!!!), diese ist mit Buggy und Tasche sowohl beim hinabgehen als auch beim raufgehen sehr sehr anstrengend..... Der Ort an sich ist sehr schön, aber selbst im Ortskern gibts viele steile Strassen.
Eigentliches Ziel war die Touri-Info im Ort, denn hier wollte ich das Ticket kaufen für den Shuttlebus, der vom Ort nach Venedig fahren sollte, so habe ich es vor der Reise im Internet gelesen.
Der Schock: Es fährt NUR in der Hauptsaison, und diese begann erst 1 Woche nach meiner Abreise.... Der Mitarbeiter telefonierte und bekam
das Angebot, das ein Taxi mich zum Flughafen bringt - für 360 €!
Er sprach zum Glück gut deutsch und ich machte ihm klar, dass all diese Lösungen nicht geeignet sind für mich und er wollte sich kümmern, ich sollte am nächsten Tag nochmals vorbeikommen. Im SPAR-Markt hab ich mir dann ein paar Kleinigkeiten für meinen Aufenthalt gekauft und machte mich dann auf dem Rückweg. Als ich wieder in der Anlage war, fühlte ich mich ausgepowert wie schon lange nicht mehr, ich hatte Muskelschmerzen in den Beinen von der Steigung und in den Armen vom Buggy bremsen bzw schieben.... und ich hatte das Problem mit der Rückreise......
Am nächsten Morgen war die gesamte Anlage in einer Wolke - wir sahen aus dem Fenster und sahen nur weiss Später verzogen diese sich immer weiter
An diesem Tag war im Ort Markt und da ich ohnehin nochmal zum Touribüro musste, machten wir uns alle zusammen auf dem Weg - mit dem Auto, mein Muskelkater ließ noch einmal so einen "Spaziergang" absolut nicht zu..... Mein 1. Gang führte zu dem Touribüro - dort bekam ich eine Liste mit den Zug- und Busverbindungen und es fuhr um 6:30 ein Zug, aber es würde knapp werden, 2 Std vorm Abflug würde ich niemals am Flughafen sein. Aber ich war optimistisch! Nach dem Bummel über den Markt gabs noch Cappucino in einer der vielen Strassencaffees und dann gings wieder zurück.
Nachmittags fuhren wir nach Maderno.
Abends wurde es etwas ungemütlich und irgendwann begann es sogar zu grummeln. Unser Balkon war überdacht und wir blieben auf dem Balkon sitzen und schauten uns das Gewitter in der Ferne an.
Und ich schaffte es, zwei Blitze zu fotografieren!
Soviel Glück hatte ich bislang noch nie!
Der nächste Tag begann mit Sonnenschein
Unser Esstisch (Frühstück)- wir hatten beim Essen eine herrliche Aussicht
Für diesen Tag hatten wir eine Schifffahrt nach Limone geplant Das Schiff legte gegen 12 Uhr in Gargnano ab, hielt in Malcesine und fuhr dann nach Limone Die Fahrt kostete p.P. 13,90 €
Oben rechts ist der Ort, auf dem wir vom Balkon aus schauen
Weitere Fotos von Limone
Wir fanden ein Café mit einer Terrasse, welche in den See hineinragt - dort blieben wir sehr lange und genossen die Aussicht und das leckere italienische Eis
Kommentar von Nina (ganz aufgeregt): "Boah, guck mal, FISSE (Fische)!!!"
Später ging es an den Strand von Limone
Und dann wieder zurück zur Anlegestelle
Auf dem Rückweg machten wir Stop bei einem Aussichtspunkt, welcher auf halber Höhe von unserer Ferienanlage liegt
Am Abend saßen wir bis spät in die Nacht auf dem Balkon (Alle Fotos habe ich von unserem Balkon gemacht)
Ist das nicht traumhaft? Ich konnte mich nicht satt sehen daran
Später ging dann der Mond auf, es war Vollmond
Der Donnerstag war mein letzter Tag dort, also wollte ich ihn ruhiger angehen lassen, schlief erst einmal sehr lange und dann ging ich mit Nina zum Pool, es waren um die 30°
Es gibt einen Pool und einen Kinderpool, außerdem eine Liegewiese mit Liegestühlen und Sonnenschirmen - und eine großartige Aussicht über dem See
Ich bin dann mit Nina in das Apartment gegangen, sie hat geschlafen - und ich auch :-)
Später waren wir noch einmal am Pool
Weitere Fotos:
Die Rückreise Nachdem ich die Zug- und Busfahrpläne von der Touriinfo bekommen hatte, telefonierte ich mit Tui, sie sagten, ich könne bis spätestens 45 Minuten vor Abflug einchecken. Wenn der Zug pünktlich sein sollte, blieben mir 8 Minuten um zum Bus zu laufen, dann wäre ich 55 Minuten vor Abflug am Flughafen..... Stress pur, in der Nacht davor schlief ich kaum... Erst war das EM-Spiel gegen Portugal, welches wir gewonnen haben!, und dann im Bett kreisten meine ganzen Gedanken an die Heimreise..... Am nächsten Morgen um 3:30 Uhr ging der Wecker.... Ich kam schwer aus dem Bett, weckte dann Nina, machte ihr Frühstück, zog mich und sie an Aber diese Aussicht entschädigte das fürs erste
Der Vollmond über dem Gardasee - es sah aus wie auf einem Computerbild, ich habe es versucht zu fotografieren
Um 4:30 Uhr brachten meine Mutter und A. mich nach Desenzano. Die Fahrt dauerte etwas über 1 Std und dann mussten wir den Bahnhof noch suchen. Gegen 6 Uhr erreichten wir diesen, wieder löste ich mein Ticket am Automaten, A. half mir, den Buggy die Treppen hoch zu tragen. Der Zug kam pünktlich und fuhr auch pünktlich ab.
Wieder kam keine Anzeige, in welchem Bahnhof wir halten und die Durchsagen vom Zugführer waren kaum zu verstehen, denn der Zug war voll. So hätte ich um Haaresbreite meine Station verpasst. Von dort spurtete ich zum Busbahnhof - und sah nur noch die lange Warteschlange vor dem Ticketschalter ..... Den Bus verpasste ich. Und jetzt? Das Einchecken war schon angefangen, und ich hing am Bahnhof fest. Also lief ich zum Taxistand. Und auch da war eine Warteschlange, und kein Taxi in Sicht!!!!! Ich sprach eine Frau an, zum Glück konnte sie gut englisch; ich fragte sie, wie das abläuft, ob ich ein Taxi bestellen muss etc und schilderte ihr, welchen Zeitdruck ich habe. Die Frau wiederum sprach mit den anderen Wartenden, und als dann ein Taxi vorgefahren kam, durfte ich einsteigen. Ich bedanke mich bei den Wartenden auf Italienisch und englisch und sagte dem Fahrer, wohin ich musste - und er schüttelte nur den Kopf und sagte, es gäbe Staus...... Trotzdem fuhr er los und wir fuhren durch viele kleine Strässchen. Wir hatten einen kurzen Stau, sind ca
20 Min gefahren ABZOCKE! .... ich war zwar sauer, aber auch froh, noch rechtzeitig am Flughafen zu sein. Ich checkte ein, wickelte Nina, ging durch die Sicherheitskontrolle, kaufte mir etwas zu trinken und eine Kleinigkeit als Frühstück - aber ich saß grad im Wartebereich, als das Boarding losging. Wieder gab ich meinen Buggy erst direkt vor dem Besteigen des Flugzeuges ab.
Kurz nach dem Start konnten wir Venedig sehen, leider habe ich meine Kamera nicht sofort zur Hand gehabt.....
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Wir hatten überwiegend klare Sicht
Die Alpen
Auch bei diesem Flug gabs bei Start und Landung keine Probleme mit Nina, und so landeten wir um 12:20 wieder auf deutschem Boden.
Am Flughafen wartete schon Alex auf uns.
Ein schöner Urlaub - aber definitiv zu kurz!
Aber ich bin schon etwas stolz auf mich, dass ich das geschafft habe, denn alleine mit Kleinkind in einem fremden Land und dann noch die ganze Anreise und der Zeitdruck- es war anstrengend, hat aber alles super geklappt
Weitere Fotos folgen, zum Beispiel von den Strassen dort etc :-)
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