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Belgien

Das kleine Land mit Nordseestrand

Den haben wir auf der Fahrt in die Bretagne gesehen, nicht aber bei dem Besuch des belgischen Ortes, den ich hier etwas ausführlicher beschreiben möchte:

Wir waren in dem bekannten belgischen Wallfahrts-Ort Banneux.

 

Banneux

Auf einer kargen Hochebene in den belgischen Ardennen liegt Banneux, ein kleines Dorf, in dem die Familie Beco mit ihren Kindern lebte.
Mariette wurde am 25.03.1921 geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf.
Am 15.01.1933 hatte sie die erste Marien-Erscheinung um 19.00 Uhr abends. Sie sieht in der Dunkelheit ein strahlendes Licht und erkennt eine Dame, die aufrecht steht, ohne sich zu bewegen die Hände gefaltet. Die Mutter läßt Mariette nicht aus dem Haus. Am 18.01.1933 hatte sie die zweite Erscheinung. Wieder um 19.00 Uhr abends geht Mariette betend durch den Wald und sieht wie die Dame, auf einer Wolke schwebend, die Arme ausbreitend, zu ihr kommt und ihr ein Zeichen gibt ihr zu folgen. Die Dame führt sie zu einer Quelle und sagt zu Ihr: „Tauche Deine Hände in das Wasser". Mariette gehorchte und die Dame sagt:" Diese Quelle ist mir vorbehalten!" und mit „Guten Abend, Auf Wiedersehen" entschwindet die Gestalt in der Ferne. Am 19.10.1933 war die dritte Erscheinung. Mariette geht wieder um 19.00 Uhr das Haus in Begleitung ihres Vaters und begegnet der schönen Dame an der Quelle. Sie fragt sie: „Wer sind Sie?" Ich bin die Jungfrau der Armen und diese Quelle sei für alle Nationen. Für die Kranke". Mit den Worten:" Ich werde für dich beten. Auf Wiedersehen! verabschiedete sich die Jungfrau. Die vierte Erscheinung war am 20.01.1934 um 19.00 Uhr an der Quelle, wo die Jungfrau ihr anvertraute: „Mein Wunsch wäre eine kleine Kapelle". Die fünfte Erscheinung war am 11.02.1934 an der Quelle. Im Beisein einiger Betenden sagte die Jungfrau: „ Ich komme das Leiden zu lindern. Auf Wiedersehen. Bei der sechsten Erscheinung am 15.02.1934 sagte die Muttergottes: „Glaubt an mich- ich werde an euch glauben!" Dann vertraute sie Mariette ein Geheimnis an und verschwand mit den Worten: „Bete viel! Auf Wiedersehen"! Die siebten Erscheinung am 20.02.1934 war mit den Worten: Mein liebes Kind, bete viel! Auf Wiedersehen"! Bei der achten Erscheinung am 02.03.19934 hört Mariette die Worte:" Ich bin die Mutter des Erlösers, Mutter Gottes. - Bete viel"! Sie sagt Adieu, legt dem Kind die Hände auf, segnete es und entschwindet zum Himmel.

Die Jungfrau der Armen

Es mag die Schlichtheit der Botschaft von Banneux sein, die bis heute die Menschen anzieht. Die Erscheinung nennt sich nicht „Mutter, Königin, Dame“. „Jungfrau der Armen“ will sie genannt sein. Ihre Botschaft ist ganz die Botschaft Jesu: für alle Völker, um das Leid zu lindern! Ihr Wunsch nach einer kleinen Kapelle, ihre Bitte um viel Gebet, ihr Aufruf und ihre Zusage „glaubt an mich, ich werde an euch glauben“ und die Gabe einer Quelle sind in ihrer Einfachheit und Eindrücklichkeit anziehend.

Bis heute bemühen sich der Wallfahrtsort Banneuy, der in der Obhut des Bistums Lüttich liegt, und die zwölf dort angesiedelten Orden und religiösen Gemeinschaften diese Bescheidenheit zu bewahren: „Wir brauchen hier keine großen Wunder“ bringt es Karin Biedermann auf den Punkt. Dennoch: die Pilger aus aller Welt geben mit ihrer Zahl den Rahmen vor. Bereits im August 1933 wurde der Wunsch der Erscheinung nach einer kleinen Kapelle erfüllt, eine internationale Gebetsvereinigung wird mit bischöflicher Unterstützung gegründet. 1937 entsteht die so genannte Esplanade, ein großer offener Platz für 10 000 Menschen, umrahmt von zwei langgestreckten Kapellen und überragt von einem hohen Magnificat-Altar. Auf den Bau einer prächtigen Basilika wurde verzichtet, erst 1984 entstand am Rand der Pilgerzone ein einfacher, hallenartiger Gottesdienstraum für 5 000 Pilger.

Die Pilger gehen im „Heiligen Bezirk“ einen vorgegebenen Weg. Er beginnt an der kleinen Kapelle, die an der Stelle der ersten Erscheinung steht. Unter einem lang gezogenen Dach brennen hunderte von Opferkerzen.

Etwa 100 Meter weit ist dann der Weg zur Quelle, an der die Menschen ihre Hände eintauchen, das Gesicht benetzen und das Wasser in Flaschen abfüllen.

Weiter geht der Weg durch den Wald zur kleinen Michaelskapelle, dem Schutzpatron Deutschlands geweiht – eine Nachbildung der Kapelle von Röhndorf, dem Wohnort Konrad Adenauers, der in den fünfziger Jahren den Bau dieser Kapelle tatkräftig unterstützt hat.

An einem modernen Kreuzweg aus beleuchteten Glasfenstern vorbei, gelangt man schließlich zu dem Missio-Pavillon. Missio Belgien und Missio Aachen zeigen eine Dauerausstellung über Missionsaktivitäten und verkaufen kunstgewerbliche Artikel aus den Ländern des Südens.

An vielen Ständen kann man kleine Plastikflaschen kaufen, um in ihnen das Wasser abzufüllen.

Meine ganz persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse bei/ nach dem Besuch in Banneux werde ich hier nicht weiter ausführen.

Eine Internetfreundin hat, zwar nicht ganz zu diesem Thema passend, eine Homepage, in dem sie sich intensiv mit dem Thema "Sterben und Gott" beschäftigt.

Der Link zu ihrer Page (auf das Bild klicken) Zwischen Himmel und Erde

 

 

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